Ein Schulbesuch während der Delegationsreise – mehr als ein Programmpunkt
Eine Delegationsreise mit Schwerpunkt auf dem Besuch der Partnerschule ist weit mehr als ein formales Treffen – sie ist eine tolle Chance, echte Verbindungen zu schaffen, voneinander zu lernen und mit bereichernden Ideen die gemeinsame Partnerschaft zu gestalten.
Der Besuch bietet eine wunderbare Gelegenheit, die Schule, ihre Lehrer*innen und Schüler*innen persönlich kennenzulernen. Dabei geht es vor allem um den lebendigen Austausch: Gespräche auf Augenhöhe, gemeinsames Essen, Austausch über die jeweilige Schulkultur und inspirierende Workshops schaffen eine Atmosphäre des Vertrauens und der Offenheit. So entsteht ein tiefes Verständnis für den Schulalltag und das vielfältige Engagement vor Ort.
Ein besonders spannender Aspekt ist der Blick auf die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) der Partnerschulen. Oft begegnet man hier beeindruckenden Projekten – sei es ein bunter Schulgarten, eine innovative Recycling-Initiative, engagierte Umweltarbeit im Unterricht oder eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen. Diese praxisnahen Ideen laden dazu ein, sich inspirieren zu lassen – und eigene Projekte anzustoßen oder gemeinsam weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig öffnet der Besuch spannende Einblicke in die Themenwelt, die die Schüler*innen und die Schule bewegt. Ob Umwelt, Kunst, Kultur oder digitale Kommunikation – oft entstehen daraus ganz tolle Anknüpfungspunkte für zukünftige Vorhaben: von Briefpartnerschaften über digitale Austauschformate bis hin zu gemeinsamen Projekten, die Kinder und Jugendliche auf beiden Seiten verbinden.

Das Ocer Campion Jesuit College in Gulu im Norden Ugandas ist besonders aktiv in der Entwicklung nachhaltiger Lösungen in der Landwirtschaft. Foto: KWDT
Auch das Umfeld der Schule erzählt eine wichtige Geschichte: Liegt sie mitten in der Stadt oder eingebettet in die ländliche Umgebung? Welche Herausforderungen prägen den Alltag – und welche Chancen entstehen daraus? Die kulturellen, sozialen und geografischen Besonderheiten vor Ort erweitern nicht nur den eigenen Horizont, sondern vertiefen auch das Verständnis füreinander.
Besonders bereichernd ist die Frage: Was kann ich von dieser Schule lernen? Oft wird deutlich, dass die Schulen – trotz unterschiedlicher Bedingungen – ähnliche Werte und pädagogische Ziele verbindet. Der kreative Umgang mit Inklusion, das Engagement der Schulgemeinschaft, innovative Lehrmethoden und ein starker Bezug zur Gemeinschaft („Community Outreach“) liefern wertvolle Impulse für die eigene Arbeit.
Am Ende ist ein solcher Schulbesuch mehr als ein Programmpunkt – er ist ein inspirierender Moment der Begegnung. Er schafft Vertrauen, vertieft gemeinsame Visionen und kann den Grundstein für eine lebendige, dauerhafte und nachhaltige Partnerschaft legen, die weit über den Besuch hinausreicht.
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